Neue Stoßwellenmaschine in den Kliniken Nagold überzeugt
An sich ist die Stoßwellentherapie in der Urologie nichts Neues. Schon seit Beginn der 1990er Jahre werden mit Hilfe von Stoßwellen Nieren- und Gallensteine zertrümmert. Dennoch unterscheiden sich die Steintherapie und die nun auch in der Urologie neu etablierte extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) in ganz wesentlichen Punkten voneinander. Der größte Unterschied ist die abgegebene Energiemenge: Bislang wurde in der Urologie die zerstörende Wirkung der Stoßwellen genutzt (hochenergetisch), jetzt richtet man das Augenmerk auf deren regenerative, aktivierende und somit heilende Wirkung (niedrig energetisch). „Durch die Stoßwellen kann eine Stimulation der Stammzellen bewirkt werden“, erklärt Dr. Ulrich Haag, Chefarzt der Klinik für Urologie an den Kliniken Nagold. Als Reaktion darauf bilden sich neue Blutgefäße (Neovaskularisation), in der Folge wird die Durchblutung verbessert.